Die Messzykluszeit an einer Werkzeugmaschine zu verkürzen ist nicht gerade trivial. Wird einfach nur der Vorschub erhöht, ist die geforderte Wiederholgenauigkeit nicht mehr gegeben. Nun ist es gelungen, die Messzykluszeit signifikant zu verkürzen, ohne dabei die Genauigkeit des zu bearbeitenden Werkstücks zu verlieren. Dafür wurde eine Optimierungsroutine innerhalb der Makrosoftware Inspection Plus von Renishaw eingebettet, was die Zykluszeiten auf CNC-Werkzeugmaschinen um bis zu 60 Prozent verkürzt.

Bereits auf den Fachmessen IMTS (USA), AMB (Deutschland) und der JIMTOF (Japan), hat der Spezialist für Präzisionsmessung Renishaw eine neue Version der Software Inspection Plus mit der Optimierungsroutine vorgestellt. Diese verfügt nun über verbesserte Bedienerfunktionen, die Anwendern die volle Kontrolle über die Messvorschübe verleiht. Die sogenannte SupaTouch-Technologie erkennt automatisch die schnellstmöglichen Vorschübe, die eine Werkzeugmaschine bei gleichzeitiger Wahrung der Wiederholgenauigkeit beim Messen erzielen kann. Ein intelligenter Entscheidungsprozess sorgt dafür, dass für jede Messroutine automatisch die schnellstmögliche Messstrategie (entweder mit Einfach- oder Zweifachantastung) angewendet wird. Dieser wird auch während der Werkstückmessung fortgeführt. Der Messtaster kann während einer Maschinenbeschleunigung oder -verzögerung ausgelenkt werden. Dies kann aufgrund von Lageänderungen eines Werkstücks ausgelöst werden und Messergebnisse ungenau machen. Nachdem die SupaTouch-Technologie diese Ungenauigkeit festgestellt hat, gibt sie dem Messtaster automatisch den Befehl, die Oberfläche in einer Geschwindigkeit zu messen, die geeigneter ist, die Genauigkeit beizubehalten, ohne dass die Werkzeugmaschine einen Alarm ausgibt.

Im Vergleich zu herkömmlichen Softwarezyklen bietet die Software eine erhebliche Zykluszeitverkürzung um bis zu 60 Prozent auf CNC-Werkzeugmaschinen.

 

Fact & Figures

Renishaw ist ein weltweit agierender Hersteller im Bereich der Fertigungs- und wissenschaftlichen Technologie mit Kompetenzen in den Bereichen Präzisionsmessung und Medizintechnik. Das Unternehmen bietet Produkte und Dienstleistungen für unterschiedlichste Anwendungen, angefangen von der Triebwerks- und Windenergieanlagenherstellung bis hin zu Zahnmedizin und Gehirnchirurgie. Außerdem ist man auf dem Gebiet der additiven Fertigung (3D-Metalldruck) tätig. Die Renishaw-Gruppe verfügt derzeit über mehr als 70 Niederlassungen in 35 Ländern mit über 4.000 Mitarbeitern weltweit. Rund 2.800 Mitarbeiter sind in Großbritannien beschäftigt, wo das Unternehmen den Großteil seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit und seiner Produktion abwickelt. Renishaw investiert jährlich zwischen 14 bis 18 % des Umsatzes in die Bereiche F&E und Engineering. Für das Geschäftsjahr 2017 konnte Renishaw einen Umsatz von £536,6 Mio. verzeichnen, 95 Prozent davon durch Exporte. Die größten Märkte sind China, die USA, Japan und Deutschland.

Kontakt: www.renishaw.de

Die Technologie erkennt automatisch die schnellstmöglichen Vorschübe, die eine Werkzeugmaschine bei gleichzeitiger Wahrung der Wiederholgenauigkeit beim Messen erzielen kann.

Bildquelle: Renishaw