Die Kistler Gruppe wird ihr speziell auf die Kunststoffverarbeitung zugeschnittenes Industrie 4.0-Portfolio mehr in den Vordergrund rücken. Die Kistler Gruppe bietet seit vielen Jahren speziell für die Spritzgießproduktion entwickelte Lösungen an, die Prozesse digital steuern und überwachen um eine höhere Produktqualität und Wirtschaftlichkeit in der Fertigung zu erreichen. So hat man mit dem Zukauf der IOS GmbH, die seit Juni 2018 als Kistler Aachen GmbH firmiert, die Industrie 4.0-Kompetenzen konsequent weiter ausgebaut.

Ein wichtiger Schritt dazu war die Umfirmierung der IOS Gesellschaft für innovative Optimiersoftware mbH (IOS GmbH) in die Kistler Aachen GmbH. Parallel dazu wurde in Aachen ein neues Kompetenzzentrum für Produktionssteuerung und -leitsysteme eröffnet. Im Fokus des neuen Kompetenzzentrums steht die Digitalisierung kunststoffverarbeitender und weiterer Prozesse. Die Kunden des Messtechnikspezialisten erhalten jetzt vom Sensor bis zum Manufacturing Execution System (MES) sowohl Hardware als auch Software und die dazu gehörigen Services aus einer Hand.

Modulare und hochflexible Lösungen wie das Prozessüberwachungssystem ComoNeo sowie das Manufacturing Execution System (MES) ebnen den kunststoffverarbeitenden Unternehmen den Weg zur Smart Factory. Den Industrie 4.0 beginnt bei Kistler im Herzen der Fertigungsanlagen: bei den Sensoren. Diese messen und analysieren den Werkzeuginnendruck beim Spritzgießen. Für die Überwachung der Prozesse sorgt das eigenentwickelte System ComoNeo. „Das multifunktionale Prozessüberwachungssystem bildet die Grundlage für eine intelligente Spritzgießfertigung mit optimalen Ergebnissen hinsichtlich Produktqualität und Kosteneffizienz“, so Dr. Robert Vaculik, Leiter des Geschäftsfelds Plastics bei Kistler. Insbesondere für Hersteller hochwertiger Bauteile im sicherheitskritischen oder medizintechnischen Bereich hat Kistler jetzt die Software Stasa QC als praktisches Instrument in ComoNeo integriert. Diese berechnet auf Basis von Messwerten und statistischen Analysen die Qualität der gefertigten Bauteile voraus und bewertet sie innerhalb der Toleranzgrenzen. Auch das MES von Kistler ist modular aufgebaut. Unterschiedliche, miteinander kombinierbare Module sorgen für Transparenz in der vernetzten Spritzgießproduktion. Weil die Produktionsprozesse kontinuierlich erfasst und überwacht werden, können Störungen jetzt schneller erkannt und entsprechend entgegengewirkt werden. Neben der Maschinen- und Betriebsdatenerfassung sind die Funktionsmodule Fertigungsplanung, Instandhaltungsmanagement und ERP-Link frei wählbar. Module wie die Chargenrückverfolgung oder die arbeitsplatzbezogene Personalzeiterfassung ermöglichen es, weitere Fertigungsprozesse zu digitalisieren. Auch ältere Maschinen lassen sich an das MES anbinden. Das von IOS entwickelte MES eignet sich insbesondere für den Einsatz in der kunststoffverarbeitenden Industrie. „Unser Ziel ist es, unseren Kunden alles aus einer Hand zu bieten, was sie für maximale Wirtschaftlichkeit und Transparenz in der Fertigung benötigen“, unterstreicht Dr. Oliver Schnerr, Head of Sales. „Mit der Integration unseres langjährigen Partners IOS in die Kistler Gruppe bieten wir über 25 Jahre Erfahrung in produktionsnaher Software – vom Sensor bis hin zur Produktionsplanung.“

 

Fact & Figures

Kistler ist weltweiter Hersteller für dynamische Messtechnik zur Erfassung von Druck, Kraft, Drehmoment und Beschleunigung. Als erfahrener Entwicklungspartner ermöglicht die Unternehmensgruppe seinen Kunden in Industrie und Wissenschaft, Produkte und Prozesse zu optimieren. Das inhabergeführte Schweizer Unternehmen prägt durch seine Sensortechnologie zukünftige Innovationen in der Automobilentwicklung und Industrieautomation sowie zahlreichen aufstrebenden Branchen. Rund 1.900 Mitarbeitende an 61 Standorten sind weltweit für die Gruppe tätig. 2017 erzielte man einen Umsatz von 422 Mio. CHF.

Kontakt: www.kistler.com