Die Auszeichnung TOP 100 für die innovativsten Mittelständler ist seit über 25 Jahren das einzige Benchmarking für Innovationsmanagement in Deutschland. Zu diesen Innovationsführern zählt in diesem Jahr auch das Kunststoff-Institut Lüdenscheid. Das ergab die Analyse des wissenschaftlichen Leiters der Initiative TOP 100, Prof. Dr. Nikolaus Franke. Als Mentor ehrte Ranga Yogeshwar das Kunststoff-Institut Lüdenscheid im Rahmen des 5. Deutschen Mittelstands-Summits in Ludwigsburg.

Was die Dienstleistungen des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid auszeichnet, sind Schnelligkeit, ein interdisziplinäres Innovationsmanagement und Innovations-Scouting sowie ein effizienter Technologietransfer. Der privatwirtschaftliche Dienstleister unterstützt bei der Auswahl und Entwicklung von Produkten und Werkzeugen sowie bei der Optimierung von Prozessen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Davon profitieren vor allem mittelständische Zulieferbetriebe.

Wer die Methodik des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid betrachtet, fühlt sich an einen Start-up erinnert. So schickt man etwa einen „Technologie-Scout“ für zehn Monate um die Welt. Finanziert von Partnerfirmen, besucht dieser Scout nicht branchenspezifische Messen und Veranstaltungen – stets auf der Suche nach Innovationen, die auf die Kunststoffindustrie übertragen werden könnten. Eine Stärke dieser Transfer-Experten ist ihr Branchen-Know-how, verknüpft mit Trends und Zukunftsthemen. So liefern sie ihren Kunden Mehrwerte, die auf dem Markt und bei Neuentwicklungen Gold wert sind. Ob Recycling, Industrie 4.0 oder digitale Bedruckung von Kunststoffen – die neuesten internationalen Erkenntnisse liegen in Lüdenscheid vor.

Am Institut werden neue Vorhaben möglichst schnell umgesetzt. Hilfe leistet ein Wiki-basiertes, flexibles QM- und Innnovationsmanagement-System. Nachdem die Ideen erfasst sind, gelangen sie zum Entwicklungsleiter und anschließend zur Bewertung in die wöchentliche Geschäftsleitungssitzung. Oft geht es sogar noch schneller. So setzte man 2017 eine Verbundstudie in nur sieben Tagen auf, nachdem auf einer Messe Besucher ein Innovationsthema vorgeschlagen hatten. Sofort wurde der Prozess mit allen Freigaben initiiert und ein digitaler Flyer erstellt, der via Social Media und Newsletter beworben wurde. Mit 14 Teilnehmern startete das Projekt kurze Zeit später.

Jörg Günther, Mitglied der Geschäftsleitung „Ferner betreiben wir ein Cross-Clustering. Das heißt, wir treffen uns mit Clustern anderer Branchen und lassen uns so zu Neuerungen inspirieren“. Im Netzwerk des Instituts, das viele Weiterbildungsmaßnahmen, Technologie-Tage, und bi- und multilaterale Projekte durchführt, sind derzeit mehr als 400 Partner eingebunden.

 

Fact & Figures

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid verknüpft das wissenschaftliche Know-how von morgen mit der Fertigung von heute. Dabei stehen die Steigerung von Qualität und Wirtschaftlichkeit – speziell bei Spritzgussteilen aus Thermo- und Duroplasten – stehen im Mittelpunkt. Seine Kunden unterstützt das Institut bei der Auswahl, der Entwicklung sowie der Optimierung und Umsetzung von Produkten, Werkzeugen und Prozessabläufen im gesamten Bereich der Kunststofftechnik. Gegründet wurde es 1988 ursprünglich als „verlängerte Werkbank“. Heute kann man das Institut als einer der erfahrensten Anbieter auf diesem Sektor bezeichnen. Gegenwärtig erwirtschaftet das Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit seinen Geschäftsbereichen einen Jahresumsatz von zehn Mio. Euro mit rund 100 Mitarbeiter.

Kontakt: kunststoff-institut-luedenscheid.de

Jörg Günther (Geschäftsleiter Kunststoff-Institut Lüdenscheid), Ranga Yogeshwar (Mentor TOP 100), Thomas Eulenstein (Geschäftsführer Kunststoff-Institut Lüdenscheid) und Marius Fedler (Leiter Vertrieb und Geschäftsführer Kunststoff-Institut Südwest) (von links) bei der Preisverleihung der TOP 100 innovativsten Unternehmen.

Bildquelle: KD Busch/compomedia