Die Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz stehen bei öffentlichen und politischen Diskussionen um den Ausbau der erneuerbaren Energien oftmals nicht im Fokus. Doch Energieeffizienz- und Energieeinsparmaßnahmen können – im Vergleich zu anderen Klimaschutzbemühungen – schnell und günstig umgesetzt werden.

In der Kunststoffverarbeitung ist elektrische Energie meist treibende Kraft für die Produktionsprozesse – und angesichts steigender Energiepreise auch ein maßgeblicher Faktor für die Produktionskosten. Den Energieverbrauch zu mindern und damit hohe Produktionskosten und umweltbelastende Kohlendioxid-Emissionen zu verringern, sollte daher das Ziel kunststoffverarbeitender Betriebe sein. Innovative und hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) für die dezentrale Energieversorgung nach dem umweltfreundlichen Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) könnten hierbei wertvolle Einsparungen bringen. Die BHKW von der Energiewerkstatt in Hannover vereinen in idealer Weise die Funktionsprinzipien unterschiedlichster Verfahrenstechniken in einer Maschine. Jedoch erfordert die Abstimmung thermischer, hydraulischer und elektrotechnischer Prozesse ein Höchstmaß an Know-how und Erfahrung. Seit 1987 entwickelt und produziert die Energiewerkstatt hocheffiziente Blockheizkraftwerke für die dezentrale Energieversorgung. Nun präsentierte man den Effizienzverstärker Theo, der die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr effizient in einem Objekt oder Areal bei höchst möglichem Autarkiegrad verbindet. Theo als Herzstück der Energiezentrale steuert die einzelnen Erzeugungs- und Verbrauchskomponenten. Über einstellbare Szenarien können optimale Betriebszustände bestimmt und automatisiert werden. Der Effizienzverstärker ist ausbaubar von kleinen Systemen mit Einzelkomponenten bis hin zu Liegenschaften mit einer großen Anzahl an unterschiedlichen Erzeugern und Verbrauchern. Zum Beispiel können Ladestationen für E-Mobilität oder kunststoffverarbeitende Anlagen als Untersystem so gesteuert werden, dass die Gesamtladeanforderung nicht die momentan verfügbare Erzeugungsleistung übersteigen kann. Das intelligente Management der Kompatibilität von Erzeugung und Verbrauch im eigenen Netz erhöht die Nutzung des selbsterzeugten Stroms aus hocheffizienten und regenerativen Quellen. Dies führt zu positiven Effekten bei der Netzentlastung. Das Reduzieren des Netzbezugs von Graustrom reduziert unmittelbar CO2 und trägt mit jeder eigenproduzierten Kilowattstunde aktiv und sofort zum Klimaschutz bei. Durch die hohe Kompatibilität ist Theo nicht nur zukunftssicher, sondern integriert auch problemlos die vorhandenen Erzeuger und Verbraucher.

Das KWK-Prinzip im Detail

Ein gasbetriebener Verbrennungsmotor treibt direkt eine Verdichterschraube an. Durch nahezu vollständige Wärmeauskopplung aus dem Motor und dem Schraubenverdichter werden die Energieverluste reduziert; die hocheffiziente Kompaktmaschine erzielt einen Gesamtwirkungsgrad von 95 Prozent. Der wesentlichste Kosteneinspareffekt entsteht jedoch dadurch, dass als Primärenergie zur Drucklufterzeugung kein teurer Strom, sondern vergleichsweise günstiges Erdgas zum Einsatz kommt. Zahlreiche Betriebe, zum Beispiel in der Kunststoff- und Lebensmittelindustrie sowie Automobilzulieferer, profitieren bereits vom HWV 20 durch 60 Prozent weniger Betriebskosten, 50 Prozent weniger CO2-Emissionen und einem hohen Wirkungsgrad von 95 Prozent.

Fact & Figures

Die Energiewerkstatt ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen mit innovativen Produkten für die dezentrale Energieversorgung nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Seit 1987 entwickelt und produziert man hocheffiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) für die dezentrale Energieversorgung nach dem umweltfreundlichen Prinzip der Kraft Wärme-Kopplung (KWK). Das Unternehmen war eines der ersten, das sich mit dieser ressourcen- und klimaschonenden Technologie erfolgreich am Markt positionierte. Die historischen Wurzeln des Unternehmens liegen in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts. Die „Arbeitsgruppe Kraft-Wärme-Kopplung“ hatte sich gegründet, um Alternativen zur herkömmlichen Energieerzeugung aus Großkraftwerken zu entwickeln. Atomkraft und klimaschädliche Kohlekraftwerke sollten verdrängt werden. In einer Garage in Hannover-Limmer wurden dann Mitte der 1980er-Jahre erste BHKW-Prototypen sowie das erste Minikraftwerk ASV (AtomStromVerdränger) entwickelt.

Kontakt: www.energiewerkstatt.de

Der Effizienzverstärker verbindet die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr effizient bei höchst möglichem Autarkiegrad.

Bildquelle: Energiewerkstatt