„Technik allein wird den Klimawandel nicht stoppen“, war eine Schlagzeile in der Süddeutschen Zeitung. In der aktuellen Klimaschutzdiskussion wird verstärkt über alternative und effiziente Techniken nachgedacht. Sicherlich können solche Technologien nicht allein einen Wandel bewirken, aber Veränderungen beginnen oft auch im Kleinen. So auch bei der Ausstattung von kompakten Temperiergeräten, denn die dort verbauten Pumpen tragen in erheblichem Maß zum Gesamtenergieverbrauch der Geräte und damit dem CO2-Ausstoß bei.

Üblicherweise werden in Temperiergeräten Kreiselpumpen mit Peripheralrad-Technologie eingesetzt, da diese Pumpenbauart sich im Wesentlichen durch eine kompakte Bauweise und geringe Anschaffungskosten auszeichnet. Jedoch ist der verhältnismäßig schlechte Wirkungsgrad und die geringe verfügbare Durchflussmenge bei prozessüblichen Druckverlusten nachteilig. Im Bestreben effizienter zu werden, rückt deshalb eine andere Kreiselpumpen-Bauart, die Zentrifugal-Pumpe in den Fokus. Sie zeichnet sich durch eine hohe Grundeffizienz und den hohen verfügbaren Durchflussmengen bei geringem Energieverbrauch aus.

Da die gesetzlichen Bestimmungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen, beispielsweise über Ökodesign-Richtlinien und der Neuregelung der ISO 50003 mit den Anforderungen an die Auditierung von Energiemanagementsystemen, verschärft werden, wird der Einsatz der Zentrifugal-Pumpentechnologie interessant. Als zusätzlichen Anreiz hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit Beginn dieses Jahres ein neues Investitionsprogramm für Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen geschaffen in dessen Rahmen, unter anderem Ersatz- oder Neuanschaffungen von Kreiselpumpen die bestimmte Kriterien hinsichtlich der Effizienz erfüllen, mit bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten gefördert werden. Bei entsprechender Auslegung erfüllen Zentrifugal-Pumpen die Kriterien für eine Förderung aus diesem Programm. Daneben sprechen auch die zu erwartenden Energiekosten-Einsparungen, wie auch höhere Durchflussmengen für den Einsatz von Zentrifugal-Pumpen in Standard-Temperiergeräten. gwk bietet mit Protemp eine effiziente Geräteserie mit Zentrifugal-Kreiselpumpen, die ein großes Band an Temperatur- und Leistungsbereichen abdeckt. Die Geräteserie ist im Temperaturbereich von 95 und 140°C, Heizleistungen von 9 kW bis 50 kW und Durchflussmengen von bis zu 440 l/min verfügbar. Die in dieser Baureihe verwendeten Zentrifugal-Pumpen wurden speziell auf die Bedürfnisse abgestimmt und weisen einen deutlich höheren Mindesteffizienzindex (MEI) auf, als in der Ökodesign-Richtlinie gefordert. Somit werden die Kriterien des Förderprogramms erfüllt, so dass eine Investition in die Geräteserie förderfähig ist.

Im Detail – Ökodesign-Richtlinie (ErP-Richtlinie)

Ziel der Ökodesign-Richtlinie ist, die Umweltwirkungen von energieverbrauchsrelevanten Produkten unter Berücksichtigung des gesamten Lebensweges zu mindern. Dazu legt sie Anforderungen an das Produktdesign fest. Das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) setzt die Richtlinie in deutsches Recht um. Die Richtlinie 2009/125/EG zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (Ökodesign-Richtlinie oder Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Richtlinie, ErP-RL) ist die Neufassung der Richtlinie 2005/32/EG. Diese Neufassung hat den Anwendungsbereich der Richtlinie von energiebetriebenen Produkten – Produkte, welche Energie zu ihrer bestimmungsgemäßen Funktion benötigen – auf energieverbrauchsrelevante Produkte erweitert. Damit umfasst der Anwendungsbereich neben den energiebetriebenen Produkten, auch Produkte, die den Energieverbrauch anderer Systeme beeinflussen, wie etwa auch Temperiergeräte für den Spritzgießprozess.
Mehr Infos unter: https://bit.ly/2XKC4HK

Im Detail – Mindesteffizienzindex (MEI)

Der MEI benennt Mindestwirkungsgrade, die eingehalten werden müssen. Für eine Pumpenbauart und -größe ist ein Wert für Fördermenge, Förderhöhe, Drehzahl und einer auf das Pumpendesign bezogenen und gemessenen Konstante festgelegt. Der Wirkungsgrad verschiedener Pumpentypen wird im Bestpunkt, bei Teillast und Überlast mit einer Formel ermittelt, die in der EU-Verordnung Nr. 547/2012 veröffentlicht ist. Der Index setzt die Messergebnisse der jeweiligen Pumpe in Relation zu dem energieeffizientesten Produkt auf dem Markt (Stand 2010). Dabei markiert ein MEI von 0,7 den seinerzeit besten Referenzwert und ein MEI von 0,1 den schlechtesten.

Die Geräteserie mit Zentrifugal-Kreiselpumpen deckt ein großes Band an Temperatur- und Leistungsbereichen ab und ist im Temperaturbereich von 95 und 140°C, Heizleistungen von 9 kW bis 50 kW und Durchflussmengen von bis zu 440 l/min verfügbar.

Bildquelle: gwk

Fact & Figures

gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik (gwk) wurde Ende 1967 gegründet und hatte bis Juni 2014 seinen Hauptsitz in Kierspe. Seither produziert man in Meinerzhagen Maschinen und Apparate für Kälte- und Wärmetechnik mit Schwerpunkt auf dem Abkühlvorgang bei der Herstellung von Kunststofffolien. Im Bereich Temperiertechnik gilt man als weltweit anerkannter Spezialist. gwk gehört seit 2016 zur technotrans-Unternehmensgruppe, die sich auf Anwendungen im Rahmen der Kernkompetenz Flüssigkeiten-Technologie konzentriert. Seit vielen Jahren erschließt sich technotrans im Rahmen ihrer Kernkompetenzen Kühlung, Temperierung, Filtration sowie Mess- und Dosiertechnik gezielt neue Anwendungsbereiche.

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