Rund 70 bis 80 Prozent der Firmen, die im Bereich der Kunststoffverarbeitung tätig sind, arbeiten mit dem Spritzguss-Verfahren. Schätzungen gehen von circa 1 Mio. Spritzgussmaschinen aus, die weltweit im Einsatz sind. Aktuell dreht sich aber alles in der Branche um das Thema „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“ – und wie sich eine perfekte Verzahnung der digitalen Welt mit den vorhandenen Produktionsverfahren erreichen lässt. Deshalb ist in der gesamten Kunststoffverarbeitung sicherlich noch viel Optimierungsbedarf und Einsparpotenzial vorhanden. Demzufolge gilt es Abläufe zu verbessern und durch Integration von technischen Innovationen in den Produktionsprozess, in der Branche und im Spritzguss-Bereich in den nächsten Jahren weiteren Kosten- und Materialsenkungen zu erreichen. Auf der KUTENO Kunststofftechnik Nord in Rheda-Wiedenbrück wird das Kunststoff-Institut Lüdenscheid den ersten Thementag am 12. Mai 2020 unter das Motto „Kunststoffverarbeitung 2020 – das sind die Themen“ stellen.

Vorträge zur Digitalisierung und CO2-Effzienz

Marius Fedler vom Kunststoff- Institut Lüdenscheid hält auch den Eröffnungsvortrag „Zukunft Spritzgießen – was auf den Verarbeiter und Formenbauer zukommt“. Die IKOffice GmbH und Arburg GmbH + Co. KG stellen in ihren Vorträgen jeweils die Digitalisierung in den Mittelpunkt. Sie zeigen auf, wie sich die Kapazitätsplanung für den Werkzeug- und Formenbau so optimieren lässt und wo Potenziale im Produktionsumfeld entdeckt und angefasst werden können. Den Tag schließen Bastian Richenzhagen von Pakulla und Simon Valentino vom Reichle Technolgiezentrum, die auf neue Kunststoffoberflächen und die damit verbunden Herausforderungen für den Werkzeugbau eingehen.

Fact & Figures

Das Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, Lüdenscheid, ist ein privates Institut, welches sich schwerpunktmäßig mit der Steigerung der Qualität und Wirtschaftlichkeit von Spritzgussteilen aus Thermo- und Duroplasten beschäftigt und wurde 1988 gegründet. Das Kunststoff-Institut verknüpft das wissenschaftliche Know-how von morgen mit der Fertigung von heute. Durch zahlreiche Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen wird das praxisnahe Wissen an die Firmen weitergegeben. Das Institut firmiert als GmbH und trägt sich selbst. Seit Oktober 1996 ist das Gesamtunternehmen nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert; darüber hinaus ist das Labor nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditiert. In den 10 Fachabteilungen - Werkstoffprüfung - Schadensanalyse - Oberflächentechnik / AOT - Verfahrenstechnik - Verfahrensentwicklung - Werkstofftechnik/Neue Materialien - Qualitäts- und Umweltmanagement - Formteil- und Werkzeugoptimierung - Aus- und Weiterbildung - Produkte und Innovationen werden die vier Innovationsfelder Prozess-, Oberflächen-, Prüf- und Werkzeugtechnik bearbeitet.

Kontakt: www.kunststoff-institut.de

Schon im letzten Jahr waren die Fachvorträge auf der KUTENO sehr gut besucht.

(Bildquelle: Carl Hanser Verlag)