Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit bewegen die Kunststoffbranche

Keiner kann in die Zukunft sehen, doch klar ist: Das gesellschaftliche Leben wird sich in den nächsten Jahrzehnten durch verschiedene Faktoren verändern. Dazu gehört natürlich die Konnektivität, also die Digitalisierung, die Individualisierung, eine gewisse Wissenskultur, die Silver Society sowie eine Neo-Ökologie. Und gerade die Neo-Ökologie, treibt die Unternehmen laut Branchenexperten im kommenden Jahr an, das Produktimage und die Produktionsverfahren kritischer zu betrachten.

Die problematische Plastikmüll-Situationen und das derzeit insgesamt schlechte Image des Kunststoffs, treibt das Handeln vieler Unternehmen an, sparsamere und schonendere Produktionsverfahren zu realisieren. Vor allem aber muss es gelingen eine wirkungsvolle Kreislaufwirtschaft zu installieren. Dafür sind zum einen eine breite sachliche Aufklärung und eine differenziertere Diskussion von Nöten. Durch höhere Recyclingquoten und Effizienzverbesserung der Abfallwirtschaft, lässt sich zwar die Plastikmüllproblematik besser in den Griff bekommen, aber dies muss natürlich global erfolgen, denn geschlossene Kreisläufe sind überall erforderlich. Alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette müssen zusammenarbeiten und dabei muss auch der Endverbraucher eingebunden und aufgeklärt werden. Von der Produktherstellung, der Gebrauchsphase und bis hin zur Entsorgung, es muss gemeinsam an allen entscheidenden Schritten des Kreislaufs gearbeitet werden.

Insofern wird im Mai 2020 auf der KUTENO, über die Technologietrends für eine umweltverträgliche Produktion, über den Einsatz von Recyclaten sowie effizientere Spritzguss- und Extrusionsverfahren informiert. Als Netzwerkpartner für dieses Themenfeld konnte die KUTENO das Netzwerk CirQualityOWL gewinnen. Das Gemeinschaftsprojekt der fünf Innovationsnetzwerke InnoZent OWL, Energie Impuls OWL, FPI – Food Processing Initiative, OWL Maschinenbau und ZIG – Zentrum für innovative Gesundheitswirtschaft, wird ein auf das Themenfeld Kreislaufwirtschaft zugeschnittenes Vortragsprogramm zusammenstellen und an zwei Messnachmittagen die Besucher zu Diskussionen einladen Auf einer Special Area werden Recyclingkreisläufe erlebbar gemacht und die Möglichkeiten des Recyclings anhand von recycelten Kunststoffprodukten präsentiert. Klaus Meyer, einer der Projektinitiatoren von CirQualityOWL, „Der Wertstoff Kunststoff ist am Ende seines Lebenszyklus zum Wegwerfen viel zu schade. Die Transformation zu einer echten Kreislaufführung, fordert die Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststoffindustrie auf, Innovationen zu entwickeln, welche wir auf der KUTENO abbilden möchten.“